Unsere Projekte

schön – jeune

20. und 21. Mai 2017, Alten Kirche, Zürich Wollishofen

Manchmal ist das chorische «Wir» ein fröhlicher Pluralis Majestatis, mit Grégoire als König: Unter dem Gesichtspunkt «schön/jeune» entstand durch ihn ein heterogenes à-capella-Programm, das Musik aus der Romantik wie das polyphone «Lay a Garland», Brahms-Lieder, moderne Arrangements wie «Skyfall» oder «I got rhythm» (vom hauseigenen Komponisten Antoine Schneider) und vieles mehr vereinte.

Schönheit liegt bekanntlich im Ohre des Zuhörers, die jugendliche Frische lässt sich in allen Werken als zeitlos wiederentdecken.

ST-NICOLAS-CANTATA, op. 42, Benjamin BRITTEN

3. und 4. Dezember 2016, Kirche St. Jakob, Zürich

Stürmische Seefahrten, durch Nachbarfenster geworfene Goldklumpen, Traumerscheinungen, bezwungene Herrscher – vom ersten Tag an war das Leben des Nikolaus von Myra wundersam. Der Schutzpatron der Kinder und der Stadt Lancing bot sich als Stoff an, als Britten für eine Schule in ebenjenem Ort ein Werk komponieren sollte. Das Schulische ist der Musik nicht anzumerken, im Gegenteil: Facettenreich und originell werden verschiedene Stationen im Leben des heiligen Nikolaus dargestellt.

Wir brachten die Kantate gemeinsam mit dem Jungen Chor Zürich und dem Orchestre Romand des Jeunes Professionnels zur Aufführung – was zum abwechselnden Dirigat von Lisa Appenzeller und Grégoire führte. Der vorweihnachtliche Anlass wurde durch englische Carols und der Christmas Fantasia von Ralph V. Williams ergänzt.

Rest in Peace – Englische Blechbläser- und Chormusik

27. Mai 2016, Kirche Fraumünster, Zürich und 29. Mai 2016, Temple de La Madeleine, Genève

Jeder Abschied ist ein kleiner Tod, so auch der Abschied von Grégoires Bachelorstudium, das mit englischer Trauermusik zu einem würdigen Abschluss kam.

Zunächst Henry Purcells «Music for the Funeral of Queen Mary», das die atemraubende Fassungslosigkeit angesichts des Todes wundersam ruhig zum Ausdruck bringt. Im Anschluss: «Prayer to the Father of Heaven» von Ralph Vaughan Williams, bei dem die Musik schon wie himmlisches Licht flimmert. Das «Scherzo funèbre» für Bläseroktett von Derek Bourgeois bildet ein unerbittliches und zugleich ironisches Intermezzo vor dem «Requiem» von Herbert Howells, dessen helle Ruhe das Paradies in greifbare Nähe zu rücken scheint.

So gibt letztlich die Musik den Menschen ein Mittel an die Hand, mit dem Sterben umzugehen und den unabwendbaren Abschied zu feiern. Denn danach kommt vielleicht friedliche Ruhe, sicher aber das Masterstudium.